Fundstücke: Familiäre Hamsterräder

Familie und Zeitorganisation ist ja immer wieder ein Thema bei uns. Hier mal ein ganzer Komplex, der verschiedene Aspekte und Gedankengänge dazu bündelt. Einerseits die Folge 33 des Lila Podcast, in der Katrin Rönicke und Barbara Streidl sich dazu austauschen, andererseits der Radioessay „Mutter, Vater, Staat“ von Rainer Stadler, der eine ganz andere Sicht auf das Thema hat. Und außerdem eine Artikel aus der FAZ der sich mit den geplanten 24-Stunden-Kitas beschäftigt, die doch sehr an die Kinderdepots aus Michael Endes „Momo“ erinnern.

Macht Euch ein eigenes Bild und kommentiert dazu. Wie sind Eure Erfahrungen mit eigenen Kindern? Wo liegen für Euch die Konfliktlinien? Was sind mögliche Lösungen?

Fundstück: transform – Magazin für das Gute Leben

Heute mal ein Fundstück, das nicht nur uns guten Input geben kann, sondern dem wir erstmal helfen können in die Welt zu kommen. Auf der Crowdfunding-Plattform Startnext benötigt gerade das Zeitschriften-Projekt „transform – Magazin für das Gute Leben“ unsere Unterstützung.

Die Macherinnen und Macher wollen damit Menschen erreichen, „die es satt haben, zu hören und zu lesen, was alles nicht geht. Die wissen wollen, wie es nun weitergehen soll. Und dabei nicht auf ein schönes Leben verzichten wollen.“.

Alles Fragen, die sich auch die Zeitgenossen stellen und als wären tatsächlich wir gemeint, geht es in der ersten Ausgabe unter dem Titel „Wir schmeißen hin!“ um der Thema „Arbeit“ und unser Umgang mit unser Umgang damit. Sehr empfehlenswert! Deshalb spendet reichlich und macht so dieses aufregende Projekt möglich!

Screenshot Transform

Fundstück „Mein Lehnsherr liest meine E-Mails“

Auf der re:publica 2015 habe ich den Vortrag „Mein Lehnsherr liest meine E-Mails“ von Martin Fischer (@nitramred), Cornelis Kater (@modnerd) und Sven Sedivy (@graphorama) in dem sie ein alternatives Europa vorstellen.

Die Französische Revolution hat es nie gegeben, Deutschland ist nach wie vor ein hilfloses Gebilde aus über 160 Kleinstaaten und das einzig verlässliche Digitalnetz betreibt die Kirche und dort kann nur moralisch einwandfreier Content verteilt werden.

Eine verrückte Zeitreise in ein alternatives 2015 ohne EU, einheitliche Standards und offenen Grenzen.

Screenshot_rpWebsite

Fundstück: The Fringe Benefits of Quitting

Wir feiern nicht die Dinge, die wir beenden, bevor sie „fertig“ sind. Wir geben der Tatsache, daß wir einen anderen Weg einschlagen und unsere Meinung ändern zu wenig Wertschätzung. Im Gegenteil: Wir würdigen nur die Aufgaben und Projekte, die wir, wie geplant zu Ende gebracht haben. Nur wer die – wie auch immer definierte – Ziellinie überquert, hat gewonnen. Dabei übersehen wir völlig die Kraft und den Mehrwert, der im „einfach aufhören“ liegt. Hier dazu ein Vortrag von Liz Danzico:

Webstock ’14: Liz Danzico – The Fringe Benefits of Quitting from Webstock on Vimeo.

Fundstück: Ein Land schrumpft – was ist so schlimm daran?

Brankos heutiges Fundstück hat auf den ersten Blick nicht so viel mit der Zeitkrise zu tun. Es geht um einen Artikel auf ZEIT ONLINE, der sich mit Migration und der zukünftigen Entwicklung Deutschlands beschäftigt.

In ihrem Artikel „Ein Land schrumpft“ machen Philip Faigel und Karsten Polke-Majewski eine Gedankenexperiment, in dem sie sich fragen, was bis 2030 mit Deutschland passieren würde, wenn es keine Zuwanderung mehr gäbe.

So weit, so gut. Durch die „Rosa Brille“ betrachtet habe ich mich dann aber doch gewundert, wie sehr Wachstums- und Steigerungslogik und in jede Hirnwindung gedrungen ist. Offenbar sind wir als Gesellschaft nicht in der Lage anders auf unsere Probleme zu reagieren, als mit der Losung „Mehr vom selben – aber zack zack!“

Screenshot Fundstück „Ein Land schrumpft“

wasgehtApp podcast: Eugenia über ihre Auszeiterfahrungen

Eugenia war bei Julia Schramm und Malte Kirchner zu Gast und hat über ihre Auszeiterfahrungen erzählt. Das ganze Interview könnt Ihr in Folge 15 des wasgehtApp podcast hören.

Screenshot_WasGehtAppPodcast

Tetris & Management

Heute mal ein schon etwas betagtes Fundstück (jedenfalls für eine Kolumne) von 2012. Gunter Dueck von chip.de beschäftigt sich darin auf schön-böser Art mit den Parallelen zur Zeitnot im Computerspiel Tetris und am Arbeitsplatz. Seine Lösung: „Es ist nicht schlimm, wenn man intelligent ist, es ist schlimm, wenn man intelligent agiert.“

Screenshot_FundstueckTetris

Burn-out ist out! Ein Nachruf

In der Welt (nein, ich lese sonst nie die Springer-Presse) habe ich gestern einen polemischen Nachruf auf die Modekrankheit der späten 1990er und frühen 2000er entdeckt. Aber „das Verwundungsabzeichen der Erfolgreichen“, wie es dort heißt, ist out und nur noch peinlich. Böser Text, aber gut… 🙂

Screenshot_BornoutIstOut