Fundstück: Ende des Acht-Stunden-Tags

Es ist zum Mäuse melken! Das führt doch nur dazu, dass weniger Leute mehr Arbeit erledigen müssen. Oder was meint ihr?

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9 Gedanken zu „Fundstück: Ende des Acht-Stunden-Tags

  1. Ich finde nicht, dass es eine gesetzliche Änderung braucht, sondern in den Köpfen unserer Gesellschaft muss sich etwas ändern. In den Köpfen sind diese mindestens 8 Stunden so stark einprogramiert, dass man schon als abnormal gilt, wenn man nur etwas weniger Arbeiten will. Ich hatte meine Arbeitszeit reduziert, aber was einem dann entgegenschwappt, ist nicht schon. Vor allem Neid treibt die Kollegen an, einem dann das Leben schwer zu machen. Dabei habe ich in den 6 Stunden nachweislich fast genausoviel geschafft, wie anderen nicht nicht mal in 8 Stunden plus Überstunden.
    Ich denke wir müsste weg von diesem starren 8 Stunden Tag hin zu einer komplett flexiblen Arbeitszeit. Jeder sollte so lange arbeiten dürfen, wie er mag. Je nachdem, wie er meint, wieviel Geld (und Anerkennung) er braucht.

    • Hallo Daniel,
      ich kann nachvollziehen was du meinst, geht mir zum Teil auch so.
      Der Artikel bzw die Gesetzesänderung öffnet aber die Tür, dass ein Arbeitgeber auch zb 10 Std – Tag verlangen kann!
      Und das unter dem Deckmantel der Flexibilität.
      Ich habe nichts gegen weniger Arbeiten – ganz im Gegenteil.
      Freu mich mehr von Dir zu hören
      Eugenia (und Branko)

  2. Das Thema kommt immer mal wieder, aktuell siehe hier:

    http://www.heise.de/newsticker/meldung/Arbeit-im-digitalen-Zeitalter-Arbeitgeber-dringen-auf-Ende-des-starren-Acht-Stunden-Tags-3049702.html

    Valider Punkt, den ich dort sehe: Muß die Arbeits”leistung”, die ich jeden Tag erbringe, tatsächlich wirklich im Block erbracht werden? Oder zwingend zu festen Büro-Zeiten, die mit meiner Tätigkeit eigentlich nix zu tun haben, die aber nur deswegen erforderlich sind, weil alle anderen Ansätze sich faktisch nicht abrechnen lassen und es schwer zu greifen ist, wenn ich pro Tag, sagen wir, einmal drei und noch zweimal zwei Stunden, in kleineren Blöcken, arbeiten will? Ich behaupte nicht, daß das _alles_ bessert, die Gefahr, mehr Arbeit durch die Hintertür einzuführen, besteht möglicherweise schon, und es wird vermutlich Branchen geben, in denen das schlechterdings einfach unmöglich ist. Dort, wo es geht, glaube ich aber schon, daß etwas mehr Dynamik und Flexibilität des Einzelnen auch in der Gestaltung von Arbeitszeiten gut und sinnvoll sind. Ich war über viele Jahre nachts (zwischen 23:00 und 01:00) am “kreativsten”. So etwas als Nicht-Selbstständiger mit herkömmlichen Bürozeiten irgendwie zu vereinbaren ist nahezu ein Ding der Unmöglichkeit. Die Frage, wie durchlässig die Grenze zwischen “Hobby”, “Job” und “Beruf” (= mehr als nur Job im Sinne von Erwerbsarbeit) ist, ist dort noch gar nicht betrachtet… 😉

      • Hallo Eugenia,
        und danke für Deinen Kommentar. Bis zu den Paech-Folgen bin ich noch nicht gekommen, ich höre mich gerade noch durch die “letzten” Rosa-Episoden, so lang kenn ich Euch noch nicht. 😉 Insofern mehr dazu bestimmt später und vielleicht dann auch qualifizierter, vorab aber: Ich frage mich manchmal im Blick auf “Arbeitgeber” und “Feierabend”, ob es hier Abgrenzungen oder differenziertere Betrachtungen braucht – oder es schlicht “alles” subjektiv ist. Ich habe im Bekanntenkreis viele Leute in künstlerischen Bereichen – Fotografen, Illustratoren, Leute, die Theater spielen. Das finde ich interessant, etwa:

        Menschen haben während des Studiums nebenher (in ihrer Freizeit respektive nach “Feierabend” – was als Student sowohl Studium als auch in gewisse Maße Nebentätigkeiten zum Gelderwerb einschloß) auf der Studentenbühne gespielt, wöchentlich mehrfach geprobt und dann mehrfach an Wochenenden oder Abenden Stücke aufgeführt. Zwei von ihnen tun das jetzt professionell – über eine gewisse Zeit hart proben, und dann über eine gewisse Zeit Abend für Abend Aufführung.

        Der andere Typ ist Fotograf, hat das irgendwann aus Leidenschaft als Beruf gelernt, weil er (wie auch ich bis vor einer Weile) abends neben seinem eigentlichen “Broterwerb” mit Kamera auf Tour gegangen ist, um ‘runterzukommen und (im Wortsinne) andere Bilder zu sehen. Jetzt tut er das ganztägig in Vollzeit.

        Abgesehen davon, daß in beiden Fällen die Reflektion “Arbeitgeber” / “Profitabilität” problematisch und die Einordnung eines Verständnisses von “Feierabend” schwierig ist: Ändert sich das Verhältnis zu einer Tätigkeit, die man als Hobby ausübt, damit, daß man sie professionalisiert? Ist Fotografieren am Nachmittag Hobby, so lang ich “irgendwo anders” arbeite, aber Arbeit, sobald ich professioneller Fotograf bin? Wie die Reflektion der Theaterleute auf Arbeitszeit und Stunden ist, will ich mir gar nicht vorstellen… 😉

        Bitte nicht falsch verstehen: Ich kann die Argumente bezüglich Profitabilität und Arbeitnehmerschutz durchaus verstehen und teile die in einigen Aspekten auch. Aber ich glaube, daß es mehr als nur einen Bereich, mehr als nur eine Tätigkeit(sgruppe) gibt, in der die Gegebenheiten schlicht anders sind. Ansonsten glaube ich auch aus genau solchen Gründen fest an die Notwendigkeit eines Konstrukts wie des bedingungslosen Grundeinkommens – vieles zumindest des “beruflichen” Hamster-Rades würde sich ganz erheblich entspannen, wenn Arbeit nicht aus Gründen wirtschaftlichen Überlebens notwendig wäre. Da wäre vielen gedient, nicht nur den Künstlern, aber das ist wohl ein anderes Thema…

        Anyway, mal sehen, ob ich die Paech-Folgen in diesem Jahr noch schaffe. Ich freue mich jedenfalls auf mehr – food for thought ist es allemal, auch wenn ich nicht alle Meinungen immer teile. 😉
        Viele Grüße und Euch entspannte Feiertage,
        Kristian

        • Andere Meinungen sind Willkommen und konstruktive Kritik befeuert die Diskussion!
          Fragen sind auch schön, wir sind mittlerweile dahin über gegangen diese in der (oder statt) Rubrik Feedback zu beantworten. Aber diese machen vlcht Sinn wenn du in der aktuellen Folge angekommen bist. 😉

          Zum Thema Grundeinkommen, geben wir dir Recht, damit würde sich vieles ändern. Dann müssten vermutlich über die Flexibilisierung der Arbeitszeit gar nicht sprechen.

          Freiberufler, Künstler etc haben jetzt ja auch schon bestimmte Arbeitszeiten, die nicht zuträglich der Work-Live-Balance sind. Mit der Flexibilisierung würden sie aber vermutlich noch schlechter werden. Egal wie wir es drehen und wenden, Arbeitgeber werden die Arbeitspläne ändern bzw Ziele vorgeben wie es für sie am profitabelsten ist. Sicherlich gibt es Ausnahmen, aber die sind sehr sehr sehr selten.

          Wenn man aus seinem Hobby einen Beruf macht, verändert es sehr viel… Vorallem muss man sich ein anderes Ding suchen um abzuschalten. Wenn ich Geld verdienen muss, gehe ich ganz anders an die Sache dran. Das Ergebnis muss dann dem Auftraggeber gefallen. Wenn es ein Hobby ist darf es auch “nur” mir gefallen. Gerade in der Fotografie kann ich mir das gut vorstellen. Da kann man sich seine Motive auch nicht immer aussuchen.
          By the way: Ich bin Hobby-Fotografin und das bleibt auch so 😉

          Gruß
          Eugenia

          • Hallo Eugenia;

            danke für die Gedanken. Deine Entscheidung bezüglich der Fotografie teile und verstehe ich – an einer bestimmten Stelle meines Lebens habe ich mich selbst bewußt genau so entschieden, weil mir die Auseinandersetzung mit Fotos zu wichtig, auch zu intim (in gewisser Weise) war, um dort in Entscheidungen von wirtschaftlichen Erwägungen abhängig zu sein. Eigentlich wollte ich vor dem Durchhören weiterer Folgen nicht mehr kommentieren, aber das Schlagwort “work-life-balance” hat mich trotzdem nochmal aufgescheucht.

            Kurz: Mit dem Begriff habe ich immer noch massive Probleme. Nicht mehr so massiv wie noch vor einer Weile, aber immer noch ausreichend. Im Kern stelle ich mir die Frage, ob work-life-balance, insbesondere im Blick auf einen 9-to-5-Job, nicht ein grundlegender Fehler im System ist. Verschiedene Beispiele oder Ansätze für Gedanken:

            – Ich bin auf einem Dorf aufgewachsen, auf dem es auch heute noch Vollzeit-Landwirte mit Tieren, Feldern, großen Bauernhöfen gibt. Der Bauer wird sich nicht darauf einlassen, sich als Mensch mit einem Leben und dem Beruf “Bauer” zu betrachten. Der *ist* Bauer. Ganztägig. Sicher macht er dann und wann auch Dinge “aus Spaß”, aber letztlich wird sein Tages- und Jahresrhythmus von Tieren, von der Feldarbeit diktiert (wobei Feiertage, Wochenende, Urlaub, … weitestgehend außen vor sind, es sei denn, er kann sich Angestellte leisten – was meist nicht geht), und in der Zwischenzeit vergehen die Tage mit der Pflege von Haus, Hof, Maschinenpark und dergleichen. Dort scheint mir vieles von unserem work-life-balance – Modell von Angestellten mit Stadtwohnung geprägt zu sein, deren Tätigkeit reine Erwerbsarbeit ist. Finally (aber das nur am Rande) ist das bäuerliche Leben aus Minimalismus-Betrachtung vielleicht ganz interessant… 😉

            – In bezug auf Theater: Ich will das keinesfalls verallgemeinern. Aber: Die Kandidaten, mit denen ich dort zu tun (bei denen ich Kurse hatte), wären ähnlich wie der Bauer oben nicht imstande gewesen, “Beruf” und “Leben” zu trennen. Die hätten mir auch nicht nennen können, was ihr Beruf ist. Die haben teilweise vormittags für ihre eigenen Stücke geprobt, nachmittags und am Vorabend Kurse mit Laien (wie mir) gemacht, an den Abenden dann nochmal geprobt oder Aufführungen gegeben. Ich habe keine Idee, wie weit das die Breite dieser “Berufsgruppe” trifft, aber ich frage mich manchmal, ob man diese Tätigkeit überhaupt als “nur Beruf”, als “work” neben “life” ausüben kann…?

            – Startup: Ähnlich. Eigene Erfahrung: Mit Leuten zusammen an einer Idee zu arbeiten, die alle Beteiligten mit Enthusiasmus und Energie antreibt. Dort habe auch ich weit mehr Zeit, Kraft und Energie als nur 40h-Wochen investiert – weil ich von dem überzeugt war, was wir getan haben. Ich glaube, daß solche Strukturen insgesamt auch nur dadurch in die Gänge kommen, daß (zumindest in der “ersten Generation”) dort Leute zusammenarbeiten, die gleichermaßen wissen, daß (Erwerbsarbeit) ihr gemeinsames wirtschaftliches Überleben davon abhängen, daß sie alle zusammen an einem Strang ziehen (die Trennung Arbeitnehmer Arbeitgeber fehlt zu diesem Zeitpunkt noch völlig), die aber auch das, was sie tun, mit Begeisterung und Überzeugung tun. Für die ist das, was sie tun, irgendwie “ihr Baby” und weit mehr als nur ein Job.

            – Projektarbeit von Freelancern: Jemand im Familien-Umkreis ist Software-Ingenieur als Freiberufler. Der arbeitet teilweise wochen- oder monatelang hart am Stück in komplexen Projekten – um dann irgendwann ‘mal für vier, fünf Wochen einfach “verlorenzugehen”, in Norwegen zu angeln, in Schottland zu wandern oder zu Hause Geld zu verbrennen und Equipment in sein Tonstudio zu schrauben. Dort *ist* “life* mehr als *work*, aber mit einer anderen zeitlichen Perspektive, die weit vom 9-to-5 – Tag abweicht.

            Worauf ich eigentlich gedanklich hinaus will: Sollten wir im Blick auf “work-life-balance” als Gesellschaft ein breiteres Spektrum an Möglichkeiten einräumen? Wäre eine Arbeitsweise, in der ich ich zwei, drei Monate straff arbeite und dann länger “off” bin, individuell besser oder schlechter als eine 35h-Woche? Sollten wir mehr Kraft in die Idee legen, vielen Menschen “sabbaticals” und dergleichen einräumen zu können (weil, selbst wenn ich *heute* das, was ich tue, als “life” betrachte, morgen vielleicht andere Interessen habe)?

            Sollten wir nicht, vor allen anderen Dingen, im Blick auf “Arbeitgeber” vs. “Arbeitnehmer” dafür sorgen, daß viel mehr Menschen im Alltag “beruflich” einer Beschäftigung nachgehen, der sie auch dann nachgehen würden, wenn sie aus wirtschaftlichen Erwägungen überhaupt gar nicht zu arbeiten bräuchten?

            Ich will nix davon verallgemeinern, und vieles in dieser Betrachtung ist möglicherweise sehr subjektiv. Aber ich habe den Eindruck, daß wir, gerade im Blick auf Arbeitszeiten, sehr in einer Situation leben, in der ein einzelnes Arbeitsmodell in den Mittelpunkt der Betrachtungen rückt, das ebenfalls nur bedingt allgemeingültig ist, aber mitnichten für viele oder alle paßt, u.a. weil sich auch die Gesellschaft und die Art und Weise, wie wir (oder einige? oder mehrere? von uns) arbeiten, eben ändert…? Interessant dazu, wenn auch aus anderer Perspektive:

            http://www.brandeins.de/archiv/2015/oekonomischer-unsinn/was-wollen-hoch-qualifizierte-freiberufler/

            Viele Grüße und Euch dann einen guten Start ins neue Jahr!
            Kristian

          • Hallo Kristian,
            mit Work-Live-Balance meinte ich, dass ich gerne auch Zeit habe die nichts mit meiner Erwerbsarbeit bzw wirtschaftlichen Erfolg zu tun hat. Also das klassische Hobby bzw süße Nichtstun.
            Ob das dann um morgens, abends, mehre Wochen am Stück oder sonst wann ist, kann ja egal sein.
            Ich möchte einfach irgendwann “Feierabendgefühl” haben.

            Ich kann auch nur so lange gute Arbeit abliefern, wenn ich Kraft auch wieder auftanken kann bzw Abstand bekomme.

            Ich glaube nicht, dass bei der ganzen Flexibilisierung der Arbeit die Angestellten profitieren.

            Die Landwirte, Freiberufler, Selbstständige sollten in Eigenregie Ruhezeiten festlegen. Frei bedeutet auch Selbstverantwortung!
            Soweit ich richtig informiert bin, haben die Bauern Z.B. den ganzen Dezember frei.

            Ich wünsche Dir auch einen guten Start in das neue Jahr und freue mich auf weitere Kommentare.

            Eugenia

  3. Ok, besser angekommen. Aber… trotzdem nochmal: Nein. Die Angestellten profitieren nicht. Aber profitieren die Angestellten von anderen Dingen? Profitieren die Angestellten von gesetztlichen Regelungen zur 35-Stunden-Woche? Oder von Mindestlöhnen? Ich habe Nachbarn (gib mir bitte Bescheid, wenn Beispiele von “Leuten aus meinem Umfeld” nerven … 😉 ), bei denen der Vater der vierköpfigen Familie trotz Vollbeschäftigung und 40-Stunden-Woche in “regulärem” (aber eben schlecht bezahltem) Beschäftigungsverhältnis nebenher noch Flyer und Prospekte austragen geht, weil der normale Job nicht genug abwirft… Auch mit “unflexibler” Arbeitszeit ist der annahmeweise recht weit weg von der Möglichkeit eines Feierabend- oder Freizeitgefühls. Der hätte auch auf einen Minimalismus der Art “freiwillige Selbstbeschränkung” auf eine 20h-Woche eine sehr klare Meinung…

    Sicher ein fragwürdiges Beispiel, was auch nur teilweise mit diesem Thema zu tun hat – andererseits aber für mich ein valider Punkt, der vor allem zeigen soll: Die Welt ist differenzierter. Wie “durchschnittlich”, wie realistisch, wie “verbreitet” ist noch die Konstellation des “Angestellten”, der für einen Arbeitgeber in 9-to-5 – Jobs fremdbestimmt rackert?

    Der klassische Mann am Band, der im Schichtdienst harte, monotone Arbeit tut, gehört sicher dazu. Die Sachbearbeiterin, die acht Stunden am Tag Formulare in Rechner hackt, sicher auch. Die Verkäuferin, die die Hälfte des Tages an der Kasse hockt und die andere Hälfte des Tages möglicherweise schwere Pakete aus Paletten in Regale hebt, ebenso. Ist Schreiben “Arbeit”? Ist Theater (Spielen, Üben, …) Arbeit? Ist Zeichnen, Fotografieren, … Arbeit? Hilft, umgekehrt, der Verzicht auf die im Ausgang dieser Diskussion erwogene Flexibilisierung einer breiten Masse zu einem besseren Leben?

    Ich denke, Du hast einen sehr guten Punkt in dem “Selbstbestimmten”, bzw. der Selbstverantwortung. Dafür muß sich, glaube ich, sehr viel ändern, aber eben auch der Griff an die festen Arbeitszeiten. Idee:

    Grundeinkommen als fundamentale Voraussetzung. Das halte ich für wichtig, und ich glaube mehr und mehr (siehe http://www.zeit.de/wirtschaft/2015-12/digitale-revolution-telekom-timotheus-hoettges-interview), daß das auch kommen wird, so oder so. Damit wird den Menschen die Notwendigkeit genommen (siehe oberes Beispiel), im Hamsterrad zu rennen, um überleben zu können.

    Der Rest ist dann der Punkt, an dem Minimalismus, Freiwilligkeit, Flexibilität tatsächlich gehen. Der Rest ist der Punkt, an dem ich nicht Arbeitszeit minimiere oder Freizeit maximiere, sondern allgemein die Zeit, in der ich fremdbestimmte Tätigkeiten ausführe, auf ein halbwegs frei wählbares Maß reduziere. Das ist der Punkt, an dem es auch tatsächlich auf das Individuum ausgerichtet funktioniert – an dem ich viel Zeit der Woche mit Dingen füllen kann, die ich schätze und die mir wichtig sind, ungeachtet, ob die nun unter “Arbeit” oder “Hobby” oder was auch immer rangieren. 😉

    Anyway… wünsch’ Euch einen guten Start in ein friedliches, inspiriertes, entspanntes neues Jahr!

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