gibt es GUTE Hamsterräder?

… die Herausforderungen des Alltags…

Die letzten Wochen hatte ich viel Zeit mich in meinem Umfeld umzuhören und Feedback im direkten Gespräch zu erhalten. Dabei kam die Frage auf:

„Es gibt auch GUTE Hamsterräder, oder?“

Hier ist wohl eher ein Ritual gemeint. Der Unterschied für mich ist. Das die Hamsterräder für mich etwas negatives und vielleicht manchmal auch bedrohliches haben. Ein Ritual ist eine Angewohnheit, regelmäßiges Treffen etc. die mir emotional gut tun.

Die Grauzone:
Manchmal merke ich aber, dass die simplen Dinge wie Haushalt und Einkauf mich einfach mal “erden” können. In einigen Tagen aber wieder total auf die Palme bringen. Diese Grauzone klären wir detailliert im nächsten Podcast.

2014 hatte ich die Gelegenheit viele schöne Dinge auszuprobieren und zu einem Ritual werden lassen. Nun stehen aber einige Verpflichtungen und nerviger Papierkram an. Die keinen Spaß machen werden aber existenziell (finanzielle Grundlage) wichtig sind. Die Herausforderung wird es nun sein im 1. Quartal 2015 beides in Einklang zu bringen.

Der Januar schlaucht mich jetzt schon ganz schön.

Als Belohnung fahre ich mit einer Freundin nach Wilhelmshaven und später (ca. März) schaue ich mir mal Thüringen an.

Jeden Mittwoch kümmere ich mich weiter um unseren Podcast. Das Thema Hamsterräder zieht nun immer weitere Kreise. Ich bin sehr gespannt wie es weiter geht. Außerdem bildet der Mittwoch aktuell eine kleine Festung gegenüber dem unangenehmen Papierkram und ist ein ganz gutes Ventil. Wir haben im Podcast eine neue Rubrik „mein persönliches Hamsterrad“ eingeführt. Hier kann ich mich ganz gut austoben. Denn einige meiner liebgewordenen Rituale werden dem Alltag zum Opfer fallen. Das ärgert mich jetzt schon.

Sie sehen ich befinde mich gerade im Orga-Chaos bzw. in einer Zeitkrise. Ich bin mit mir aber zufrieden wenn ich als Ausgleich die Bastionen Podcast, Sport, Reisen weiter halte. Ich denke es ist ein realistisches Ziel für Q1 2015. Das ist der Plan.
Aber ich weiß auch: „das Leben ist das was passiert während wir fleißig Pläne machen“. (Zitat John Lennon)

Aus diesem Grund passt dieses Fundstück aus der “Zeit Online” ganz gut zu meinem aktuellen Befinden. Es geht darum ein Ausgleich zwischen Verpflichtungen und Belohnungen zu finden. Lt. des Autors ist der Schlüssel dazu Geduld.

Autorin: Eugenia Allerdings

4 Gedanken zu „gibt es GUTE Hamsterräder?

  1. Was mich sehr überrascht hat, ist die Beschreibung im Link: ‘schöne Dinge’ in der Du in einer Unterrubrik erwähnst, ‘Friedhoffotos’ in Bielefeld gemacht zu haben und auch eine Fotoaustellung über dieses Thema gemacht hast. Weil ich auch auf Bielefelder Friedhöfen eine Menge Fotos gesammelt habe, nur eine Ausstellung darüber mir noch nicht getraut habe zu machen, vielleicht weil ich auch nicht so ein guter Fotograf bin, oder aus einem Schamgefühl heraus?

    Zu ‘Ritualen’ kann ich nur ein Beispiel geben, was mich aus der Frustation der ‘ewigen Wiederkehr’, wie ich weiß bereien konnte. Das war gleichfalls ein ‘Ritual’ und eine ‘ewige Wiederkehr’, also wie eine Medizin in der ‘Gleiches mit Gleichem’, überwunden werden kann. Eine Disziplin des Stillhaltens oder der ‘Inneren Stille’, im Sinne einer Meditation des Zen, aus der Soto Tradition. Zweimal 40 Minuten sitzen im Zazen und dawischen 10Minuten Kinhin, eine Gehmeditation. Drei bis Sieben mal die Woche, Morgens oder Abends lebenslänglich. Das hört sich schlimm an, ist es auch manchmal, aber danach bin ich wieder im richtigen Orbit; oder wie man auch sagen könnte, habe wieder den richtigen Abstand zum Mond.

    Bei Hartmut Rosa’s ‘Beschleunigung’
    “Die Veränderung der Zeitstruktur in der Moderne”, gibt es ja kein entkommen aus dem ‘Hamsterrad’, was in gewisser Weise auch eine präzise Beobachtung, oder Erkenntnis darstellt. Aber da es wirklich sehr viele Möglichkeiten gibt, vom Weg abzukommen, andererseits ist der Weg so breit das jeder Mensch ihm auch folgen könnte. Bedauerlicherweise haben nur sehr wenig Menschen Kenntnis vom Weg der Befreihung und auch H.Rosa hat wohl keine Praxiserfahrung vom Zenweg.

    Das Ganze könnte nun den Eindruck machen, ich will für eine Sekte Werbung machen, was aber nicht meine Intention ist. Da ich die Problebe kenne, die viele Menschen mit autoritären Religionen, oder Metaphysischen Anschauungen in unserem postmetaphysischen Zeitalter zurecht haben. Ich kann nur aus eigener Erfahrung sprechen und weiß das der Metaphysische Überbau nur Beiwerk ist und nicht das Wesentliche dastellt, einzig Wesentlich ist die korrekte ‘Praxis des Zazen’.

    Meiner Ansicht nach grenzt es schon an ein Wunder, dass es soetws wie einen ‘Notausgang’ überhaupt geben kann und das es für menschliche Individuen eine solche ‘Lücke’ überhaupt gibt, scheinbar dem ‘Hamsterrad’ zu entkommen, oder ist das auch nur eine Täuschung? Wie der griff zur Flasche oder anderen Drogen, oder Sport mit der Opposition zu *Endorphinen, aber das muss jeder sebst herausfinden!

    Wollte auch nur darauf Aufmerksam machen, das ich und viele andere Personen schon einen ‘Notausgang’ gefunden haben glauben und jedem es freisteht das Experiment zu wagen.

    Liebe Grüße
    Ernstel Sieben

    *

    P.S.: Zu dem möchte ich noch zum Ausdruck bringen, wie sehr es mich freud Eurem Potcast entdeckt zu haben und ihm auch weiter folgen werde, weil ihr ein Problem ansprecht das vielen Menschen essenziell erscheint und meiner Meinung nach auch ist und immer dringlicher wird.

  2. Hallo Ernstel Sieben!

    Vielen Dank für dein Kommentar. Hat mich sehr gefreut von Dir zu hören.

    Ich muss grad eins richtig stellen: Ich hab noch KEINE Ausstellung mit meinen Fotos gemacht!
    Im Blog schreibe ich: WÜNSCHE und Ideen von ersten Liebhabern nach einer Ausstellung oder einem Bildband haben mich bereits erreicht. …
    Tatsächlich bin ich noch weit entfernt davon.
    Ich hab mal mit meiner Vermarktungsagentur (ich war mal selbstständig) mit einem Künstler zusammengearbeitet. Ist alles nicht so einfach.

    Zu deinen Fotos: Ich habe auch lange überlegt ob ich meine Fotos bei Facebook hoch lade und diese somit überhaupt zeige. Schamgefühl war auch bei mir da. Und zum Teil immer noch.
    Aus den Reaktionen hab ich aber einiges gelernt. Also nichts bereut.

    Ich bin neugierig auf deine Fotos. Kann ich sie irgendwo sehen? Kannst mir gern auch eine direkte E-Mail schicken.

    Du hast Recht, dass Herr Rosa bis lang „nur“ das System der Beschleunigung erklärt. Im Buch bin ich grad mal bei den Ursachen. Ich hoffe für mich persönlich, dass wenn ich das System verstanden habe, eine Lösung und einen „Notausgang“ finden werde.
    Danke auch für dein Beispiel mit der Meditation. Der Begriff Notausgang gefällt mir sehr!
    Wir werden es sicherlich bei der nächsten Aufzeichnung (geplant 28.01.) besprechen.

    Viele Grüße
    Eugenia Allerdings

  3. Hallo Eugenia Allerdings,

    da habe ich wohl nicht aufmerksam genug gelesen, oder bein lesen fantasiert, Entschuldigung. Die Fotos von mir sind so zahlreich, da mehrfachbelichtet und mit Perspektiven wechsel, so dass ich die erst endlich mal sortieren müsste, bevor ich Dir einige schicken könnte, die dann auch noch in der Auflösung reduziert sind.

    Da wehre es ehr schon besser wir treffen uns mal und Du könntest ein wenig im iPad scrollen? Dann würdest Du warscheinlich sehr schnell, wegen der konventionellen Sichtweise mit der die Fotos gemacht sind, ziemlich schnell gelangweilt sein?

    Ich schicke Dir trotzdem mal eine kleine Auswahl per Mail, dann kannst Du ja abwegen ob Du noch mehr sehen möchtest?

    L.G. E.7

    P.S.: Deine Bilder habe ich auch nicht sehen können, da mein Facebook Account verweist ist und ich nicht mal mein Eigenes Passwort mehr weiß. Zudem bin ich ein ‘Facebook-Muffel’ und mocht dort auch nichs mehr machen.
    Auf Twitter möchte ich auch nichts davon verbreiten.

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