ZGP023 „Ende | Momo | Hamsterräder II“

zeitgenossen023In dieser Folge der Zeitgenossen geht es zum zweiten Mal um die Hamsterräder, die in Michael Endes „Momo“ vorkommen.

Doch vorher gibt es wie immer eine Runde Feedback und neues aus Eugenias und Brankos Hamsterrädern, wobei das Feedback dieses mal besonders ausfällt. Anders als sonst, gab es nämlich endlich mal ausführliche, konstruktive und umfassende Kritik an den Zeitgenossen und den hier vertretenen Meinungen und Haltungen.

Am Ende gibt es nach der Buchbesprechung aber auch wieder interessante Fundstücke zum Grundthema des Podcasts.

Diese Folge anhören…

 

Hier noch das Feedback von Thomas zu Folge 20 der Zeitgenossen. Bitte diskutiert dort zu dieser wertvollen, grundsätzlichen Kritik an diesem Podcast. Wir sind sehr gespannt auf Eure Meinung dazu.

Außerdem noch Links zu unseren Fundstücken:

  • Sina Trinkwalder und ihr Modelable „Manomama“, das Kleidung ökologisch und fair in Deutschland produziert.
  • Radio Essay „Mutter, Vater, Staat“ von Rainer Stadler. Besonderen hier für an Detlef, der dieses wunderbare Stück vor der Depublikation gerettet hat!

11 Gedanken zu „ZGP023 „Ende | Momo | Hamsterräder II“

  1. Hallo Ihr zwei!

    Bevor ich etwas zur aktuellen Folge schreibe:
    Liebster Branko, herzlichen Glückwunsch zu 10 Jahren Selbstständigkeit!!! 🙂

    Zur aktuellen Folge…:
    Danke fürs Danke! Ich bringe Euch gerne weiterhin Kaffee und Kekse…
    Ich erinnere mich noch sehr gut an die 4 Wochen offline. Ich habe in der Zeit gemerkt (und wurde auch darauf hingewiesen), wie oft ich selbst auf mein Mobiltelefon blicke und irgendetwas damit mache. Egal ob es sich um Abrufen von Mails und Twitternachrichten, Nachsehen, ob SMS gekommen sind oder einen Blick auf die Uhr handelt, wenn der Mensch bei mir, mein (Gesprächs-)Partner, dies nicht tut, fällt mir die Intensität meines eigenen Konsums umso mehr auf. Und obwohl ich gar nicht so viele Nachrichten und Mails bekomme, die wirklich relevant sind, schaue ich relativ häufg nach, ob es etwas Neues gibt.
    Ich bin übrigens nach wie vor froh, dass ich WhatsApp nicht installiert habe… 😉

    Zu Momo: Es freut mich wirklich, dass Ihr Euch bei der Besprechung auch den Nebencharakteren widmet und Euch nicht nur auf Momo, Gigi und Beppo konzentriert. Besonders die Geschichte von Nino finde ich wichtig, weil sich an ihr das Streben nach “immer mehr in immer kürzerer Zeit” und danach, “jemand zu sein/werden” so gut zeigen lässt – und da wir ja alle nicht ohne Essen und Trinken auskommen bietet sich hier auch gleich an, das eigene Verhalten einmal anzuschauen…

    Und last but not least zum Ausblick: Ich freu mich auf Podstock (Eugenia, ich winke mit dem Zaunpfahl) und auf die nächste Folge zum Geldthema! Zu letzterem habe ich überigens heute Abend ein hoffentlich sehr anregendes Gespräch mit einer Expertin… Mehr dazu dann wenn’s passt bei der näcshten Folge!

    • Hey Julia…
      Hmpf… Podstock hab ich mir von der Backe geschmiert. Das pack ich nicht. Hab das Branko schon erklärt.
      Mit dem Essen, ist ein guter Hinweis! Ich merke auch, dass irgendwas nicht stimmt wenn ich kaum Zeit für “Soulfood” habe. 🙂
      Schönen Urlaub noch!

  2. Mir hat die Sendung super gefallen. Kann Julia nur beipflichten, gerade die Entwicklung von Nino (mit dem Wandel vom Café zum Schnellrestaurant) war bei mir gar nicht mehr präsent. Ist aber auch ewig her, dass ich Momo selbst gelesen habe. Die stärkste & bildhafteste Erinnerung ist bei mir die Schildkröte mit den Botschaften auf dem Rücken.

    Je mehr ich über dieses Buch nachdenke, umso mehr frage ich mich, was es in mir unbewusst angerichtet hat…

    • Ok, dann war es wohl eine gute Entscheidung Hamsterräder Teil 2 zu machen 🙂

      Nächste Folge wird es um das Geldsystem gehen. Da hab ich mir schon 2 Geschichten angestrichen: Königin Strapazia und Tyrann Marxentius.

  3. Hallo, wackere Schwere-Kost-Vorkoster,

    habe nun alle Folgen des Podcasts bis hierher gehört – und damit auch die graduelle Verschiebung von einer eingangs etwas leichter daherkommenden Stimmung zur späterhin immer stärkeren Wahrnehmbarkeit Eurer eigenen Betroffenheit.

    Für die Bekanntschaft mit Rosas Beschleunigung bin ich Euch sehr dankbar, diese aufbereitete Lektüre hat viele Punkte bei mir getroffen, die als Bauchgefühl schon länger da waren und einige Dinge, für die es bislang keine Worte gab, in Worte gefasst. Auch die Hinwendung zu Endes Momo und die daraus erkennbaren Analogien finde ich sehr schlüssig.

    Ich bin selbst begeisterter Exeget von Momo und habe bei jedem erneuten Lesen diese Dejavus bzgl. der aus heutiger Sicht irre anmutenden Vorwegnahmen unserer Realität.

    Ich habe mir für die nähere Zukunft – nunja – “fest” vorgenommen, mir das Gros der von Euch empfohlenen Literatur zuzulegen und auch noch einmal selbst zu lesen, um dadurch vielleicht einiges noch klarer zu sehen und “das gelernte zu festigen”.

    Was nun die immer wieder aufflackernden Forderungen Eurer Hörer nach Folgerungen und Handlungsanleitungen angeht, insbesondere in Form der Kritik von Thomas, so muss ich sagen, dass ich einerseits diese Erwartung ziemlich befremdlich finde, so wie es dort zum Ausdruck kommt, nämlich, dass Ihr Euch allein durch lautes Nachdenken über dieses Thema quasi zur Instanz aufschwingt, hier für Abhilfe zu sorgen. Also letztendlich die Frechheit besitzt, hier mit den ausgewiesenen Könnern aus Massenmedien, Wissenschaft und Literatur ungebeten zu konkurrieren. Ja, des Weiteren auch noch ihm seine liebgewordenen Hamsterräder madig machen. Das könnte aus meiner Sicht nicht falscher sein. Ich sehe bei Euch eine sehr gute Sensorik, aus den Erfahrungen Eurer eigenen Alltagsfährnisse die tieferliegenden Ursachen zu Tage zu fördern und überhaupt erst einmal – gegen den zeitgeistigen Haupttrend – zur (Alltags-)Sprache zu bringen.

    Andererseits tragt Ihr ja Euren Teil schon dazu bei, indem Ihr weitere Literatur verlinkt, in der diese Ansätze möglicherweise zu finden sind.

    Ihr habt zu keinem Zeitpunkt den Anschein erweckt, als wüsstet Ihr “den Ausweg”.

    Ich kann Euch nur ermutigen, bleibt – bis hin zu Eurer Sprache – bei Eurem Konzept. Ihr habt nirgendwann sprachlich den Pfad der Tugend verlassen (mal von ein paar winzigen Gendereinsprengseln abgesehen). Irgendwelche “Awareness Olympics” würden Euer Anliegen verwässern.

    Wir haben alle schon genug unter einer Sprache zu leiden, die mit Euphemismen immer um den heißen Brei herumführt, während die “Sprache” des Handelns – gerade in der Wirtschaft und im Sozialen – immer brutaler wird. Ich halte übrigens gerade auch das für eine gefährliche Dialektik. Das soll jetzt nicht echte Achtsamkeit verlachen, die habe ich bei Euch nicht vermisst.

    Was nun eigene Folgerungen angeht, so bin ich ziemlich ratlos. Ich verfolge sehr interessiert, was Ihr über Eure eigenen Erfahrungen in Sachen Erwerbsbiographie berichtet. Ich habe einmal sehr begeistert die Gesellschafter-Podcasts von Tim Pritlove gehört, in denen einiges an Ansätzen in Form von Initiativen sichtbar wurde. Gerade die Folge mit Götz Werner und seinem Interfakultativen Institut für Entrepreneurship an der Universität Karlsruhe hat es mir damals ziemlich angetan und ich habe dann mit schnell nachlassendem Eifer erfolglos nach Inseln im Arbeitsleben gesucht, wo dieser Geist möglicherweise geatmet wird, weil Absolventen dieses Instituts diese Prinzipien in den Alltag tragen. Es gibt da offenbar keine nach außen sichtbaren Strukturen einer ethischen Nachhaltigkeit.

    Leider scheinen eben die meisten dieser Initiativen recht erfolgreich von den dunkleren Kräften im Gesellschaftsgetriebe wieder absorbiert zu werden. Was nicht weiter verwundert, wenn man sich die Wucht vergegenwärtigt, mit der solche Unternehmungen immer von der Allgemeinheit bekämpft werden, die von einer Verbesserung doch eigentlich profitieren würde.

    Ich mache hier erstmal einen Strich, weiteres muss in weiteren Kommentaren stehen, die Länge senkt die Lesbarkeit, habe ich mal gehört.

    Beste Grüße
    Frank

    • Hallo Frank,
      danke fürs Zuhören, Nachdenken, Resümieren und Dein ausführliches Feedback!
      Nun ja, Rosa sagt auch, wir haben Heute keine Zeit mehr für Worte.
      Ich finde manche Sachen müssen auch einfach mal ausführlich besprochen / mitgeteilt werden. 😉
      Tolles Bild von den “Inseln im Arbeitsleben “. Ich gebe dir Recht, dass Solche Projekte schnell vom Kapitalismus korrumpiert werden. Ich habe da auch noch keine Lösung und finde gerade in dem Zusammenhang die Idee des Grundeinkommens richtungsweisend.

      Liebe Grüße
      Eugenia

  4. Hi

    Ich habe mir die ‘Kritik’ vorlesen lassen … nun ja … zurückhaltend und diplomatisch würde ich sie nicht nennen wollen … aber noch im Rahmen … jeder Jeck ist halt anders.

    Das Thema Zeiteinteilung und Lebenskunst schreit danach, persönliche Erfahrungen und daraus resultierende Lösungswege mit einfließen zu lassen. Daß ihr das macht ist sinnvoll und macht den Charme dieses Podcasts aus, ist aber auch mutig, denn wenn man sich öffnet und persönlicher wird, dringt Kritik auch tiefer ein.

    Eure Vorschläge sind das Resultat eurer Erfahrungen in der Konstellation in der ihr euch befindet. Deshalb können sie auch keine Allgemeingültigkeit beanspruchen – ich bin mir sicher, daß ihr das genauso seht. Es ist garnicht möglich Lösungen für alle Lebenslagen anzubieten, denn diese sind so vielfältig, wie es Menschen gibt. Es ist dennoch natürlich richtig, diese persönlichen Lösungsvorschläge mit einfließen zu lassen, da sie immer einen Denkanstoß darstellen, der mal den Einen, mal den Anderen weiterbringt.

    Ich habe nicht die geringsten Probleme, wie ihr eure persönlichen Erfahrungen einbindet. Das mag daran liegen, daß ich diese wie oben beschrieben einsortiere und ich mir grundsätzlich nichts vorschreiben lasse :). Ich nehme eure Vorschläge wohlwollend auf und entscheide dann, ob sie zu mir passen und sie mich weiterbringen. Ich kann nur jedem empfehlen genauso zu verfahren, dann kann man damit auch viel gelassener und entspannter umgehen.

    Für die meisten Podcaster ist dies ein sehr schönes Hobby, das, wenn man gewisse Ansprüche an den Sound etc hat, auch schnell ins Geld geht und Zeit kostet es natürlich auch … wie bei vielen Hobbys. Das ist bei uns nicht anders ( http://proton-podcast.de/ noch ohne Flattr :). Flattr und Co. sind eine Möglichkeit die fixen und laufenden Kosten etwas abzufedern und damit eine Wertschätzung zum Ausdruck zu bringen. Den Wenigsten ist es vergönnt, mehr einzunehmen als man reinsteckt. Wieviel die Hörer einem zukommen lassen, hängt von so vielen Faktoren ab, das es mit Sicherheit nicht gerechtfertigt ist zu sagen “ein Podcast, der keine ‘Einnahmen’ hat, hat es auch nicht verdient”.

    Schönen Gruß und macht weiter so. Ihr seid eine wichtige Bereicherung in meinem Podcastuniversum.

  5. Hallöchen!

    Auf mich wirkt Ihr beiden überhaupt nicht arrogant, sondern ruhig, reflektiert und nachdenklich, was wirklich hervorragend zur Thematik des podcasts paßt. Da Ihr sowieso so seid und wirkt, wie ihr eben seid, würde ich mir Kritik bezüglich der Form nicht allzusehr zu Herzen nehmen. Entweder es macht Spaß, Euch zu hören – aus welchem Grund auch immer – oder eben nicht. Das kann ja nicht Euer Problem sein.
    Ich finde Euch jedenfalls angenehm unhektisch…
    Deshalb: Weiter genau so!!!

  6. Hallo Eugenia, Hallo Branko,

    Eugenia: Das Thema Podcast und Bezahlung ist ja ein Dauerthema. Als ehemaliger Podcast-Produzent (2080 – der podcast und Regentage – Das Hörbuch) weiß ich, dass ma bisweilen daran verzweifelt. So viel Zeit, die man investiert und Mehrwert (immerhin gibt man der Gesellschaft mehr als beispielsweie beim Sammeln von Briefmarken oder Modellbau – ohne das Abwerten zu wollen- ). Und dann kommt Finanziell nichts bei rum? Wie schade. Auch Flattr scheint da bisher keine richtige Antwort zu sein. Dann die Überlegung Werbung mit einzubauen etc. Ich empfinde die Diskussion mittlerweile als sehr müßig. Vielleicht aber braucht das Medium auch einfach noch ein paar Jahre oder einen großen Player (siehe youtube und die Monetarisierung dort). Aber will man das? Will man alle 7 Minuten einen jingle in seinen podcast reingelötet bekommen? Also ich nicht und ich glaube die Hörer auch nicht.

    Jetzt eine kleine Kritik bzw. Nachfrage: Es kam der Satz von euch, dass ihr den podcats ja auch machen würdet, wenn keiner zuhören würdet. Gedankenpause. … Wirklich? Also ich kann nur von mir sprechen. Seit ein paar Monaten blogge ich wieder über meinen Lebensweg (Minimalismus und Folgen). Mein blog wird am Tag etwa 10-20 mal aufgerufen. Das freut mich, es ist schön zu wissen, dass ein paar Leute da draußen meine Artikel lesen, manche sogar kommentieren. Aber ich würde es bei Zeiten sein lassen, wenn wirklich 0, Zero, kener, es lesen würde. Dann würde lieber wieder mehr in mein Tagebuch schreiben, dass ich irgendwann meinem Kind oder Kindern vererbe. Aber zum Glück braucht ihr euch diese Gedanken gar nicht machen, denn ich bin fest überzeugt, dass euer Podcast mit der Zeit (so manches muss sich eben erst herumsprechen) so richtig an fahrt aufnehmen wird. Bis dahin kann man dann auch noch so herrlich ausufernde Kommentare schreiben.

    Eugenia: Sporttracking, Punktlandung. Exakt die gleiche Erfahrung habe ich auch gemacht. Es ist doch verhext wie leicht man in seiner Freizeit auch in diesen Wachstumsgedanken fällt. Als ob es uns in unsere DNA eingeimpft wurde. Seitdem ich Sport nur noch betreibe mit dem Ziel der Zufriedenheit, fühle ich mich absolut befreit. Keine Diagramme, keine Waage, kein Zentimetermaß an allen möglichen Extremitäten. Einfach nur mit dem Ziel des guten Gefühls. Endlich bekomme ich es nicht mehr mit wenn ich ineffizient bin. Mich gruselt es schlicht bei dem Gedanken an eine app, die mir irgendwann das Leben abnimmt. „Mach mal eine Pause, lauf jetzt schneller, kauf deiner Freundin ein Geschenk, bring deiner Mutter mal wieder Blumen mit, gehe jetzt schlafen“. Man möchte Schreien bei der Vorstellung.

    Branko: 4 Wochen offline. Mit einem Wort: toll. Ganz das smartphone weglegen mag ich wegen der Kamera nicht, Flugzeugmodus ist aber regelmäßig mal aktiviert.

    Branko: Warum man mehr arbeiten sollte, weil man Kinder hat, leuchtet mir auch nicht ein. Für mich stand fest, dass ich meine Arbeit reduziere, sobald ich Vater bin. Es kommt ja auch wieder die Zeit, in der die Kinder eher ihre Ruhe haben wollen, dann könnte man ja noch immer 40 Stunden pro Woche im Büro sitzen und das ganz große Geld verdienen, wofür auch immer. Aber vermutlich will man das dann gar nicht mehr.

    Eugenia: Du sagtest, selbst wenn du von deinem Minimalismus (also ich-Botschaft) spricht, fühlen sich andere scheinbar angegriffen „ich mag aber meinen Plunder“. Ich glaube das ist normal, wenn man auf jemanden trifft, dessen Leben bei einem selbst einen Wunden Punkt trifft. Wenn mir andere Menschen ganz schüchtern sagen, dass sie vier verschiedene Sprachen sprechen, möchte ich die auch immer am liebsten anbrüllen und ihnen verdeutlichen, dass das GAR KEINEN VORTEIL im Leben bringt, NIEMANDEN INTERESSIERT, und überhaupt Völkerverständigung total überschätzt wird.

    Oder vielleicht ist es auch gar kein Wunderpunkt und die anderen mögen ihren „Plunder“ wirklich. Man (also ich jedenfalls) will ja auch niemandem sein Zeug madig machen. Oder mit deinen Worten: Ich habe eine Botschaft: MIR geht es damit gut.

    Genug der langen Rede. Macht weiter so. Ich höre euch gerne zu!

  7. Hallo zusammen,
    erstmal ich finde euren Podcast super, auch wenn ich ein bisschen ins Hintertreffen geraten bin.
    Habe heute Morgen grade diese Folge zu Ende gehört.
    Dabei ist mir ein weit verbreiteter Fehler zum Thema Lesen und Interpretieren von Statistiken aufgefallen.
    Es ging um das Thema Altersvorsorge und Lebenserwartung.
    Es ist richtig, dass die durchschnittliche Lebenserwartung in Deutschland für einen Mann aktuell rund 77 Jahre. Das trifft für aktuell Neugeborene zu. Unsere ist sicherlich um etliche Monate geringer.
    Allerdings beinhaltet diese Lebenserwartung alle Risiken, die dem Menschen drohen. Von plötzlichem Kindstod, über den tödlichen Autounfall mit 19, oder dem Herzinfarkt mit 55.
    Erreicht man heutzutage das Rentenalten (egal ob 65 oder 66 und 9 Monate) beträgt die durchschnittliche Rentenbezugszeit knapp 20 Jahre. Also doppelt so lange als die Lebenserwartung (77), der heute geborenen erwarten lassen würde.
    Branco, ich kann deine Einstellung bezüglich privater Rentenvorsorge verstehen und das mit dem Riester Vertrag, der sich erst nach dem 91 Geburtstag rechnet ist natürlich traurig, aber wie gesagt, solltest du das Rentenalter erreichen, muss du noch Geld für 20 Jahre und nicht nur für 10 haben (statistisch gesehen).

    Macht weiter so, ich freue mich schon drauf die noch offenen 6 Folgen zu hören.

    MfG
    Steffen

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