ZGP003 „Rosa | Beschleunigung | Wirkungsweise“

zeitgenossen003In dieser Folge der Zeitgenossen geht es weiter mit „Beschleunigung“ von Hartmut Rosa. Nach der Einführung und dem Grundgerüst widmen wir uns heute dem zweiten Teil des Buches.

Zur Einstimmung gibt es aber erstmal etwas Nachlese zur Folge 2 des Podcasts, denn uns hat erstaunlich viel Feedback erreicht, das besprochen sein will.

Diese Folge anhören…

Außerdem führen wir eine Rubrik mit dem Titel „Neues aus dem Hamsterrad“ ein und erzählen von unserer Zeitwahrnehmung seit der letzten Folge.

Anschließen steigen wir wieder in unsere Buchbesprechung ein, die sich weiter an der Kapitelstruktur von „Beschleunigung“ orientiert und sich in dieser Folge mit der Wirkungsweise und den Erscheinungsformen sozialer Beschleunigung beschäftigt.

Zum Schluß gibt es noch zwei Fundstücke, aus unserem Alltag zum Thema und die Bitte fleißig zu kommentieren und uns weiteres Feedback zu geben.

3 Gedanken zu „ZGP003 „Rosa | Beschleunigung | Wirkungsweise“

  1. Ich hänge ja sehr hinterher bei eurem Podcast, aber ich hole so langsam auf, weil ich mich gerne inspirieren lasse von euren Unterhaltungen auf meiner 2 stündigen Fahrt auf die Arbeit 🙂

    Ich wollte hier auch noch mal meinen Senf dazu geben, und zwar hattet ihr zwei interessante Dinge angemerkt, die mir selbst sehr auffallen:

    1. Dieses Kennzeichnen man ist immer “busy” und hat keine Zeit spiegelt sich sehr auf meiner Arbeit wider. Ich selbst suche regelrecht Projekte, auch wenn die gar nicht in meinen Arbeitsbereich fallen, nur um mit dieser busy-Mentalität mitzuhalten. In Wahrheit, glaube ich, sind viele Dinge schnell erledigt, mir gehts zumindest so und dann stehe ich wieder da: weniger “busy” als meine KollegInnen und hinterfrage meine Daseins-Berechtigung. Eugenia merkte in diesem Zusammenhang auch an, dass dieses Kennzeichnen der Schwer-Beschäftigten auch immer einen gewissen Status mit sich bringt: Man sei dadurch “wertvoll” und gefragt in der Firma. Wahrscheinlich würde die Firma nicht überleben, wenn man als kleines Zahnrad von vielen, nicht weiterdreht und “busy” ist (träum schön weiter, Ego). Mich ärgert das ein bisschen bei meinen KollegInnen: Vollgepackte Outlook-Kalender, und man selbst denkt sich ‘Verdammt, ich habe nur 10 Termine die Woche, Person XY hat 58″…

    2. Ich spracht von “stumpfen Erlebniswelten” und dass eine davon Fernsehschauen wäre. Ich finde mich auch dort sehr wieder. Über den Tag entwickelt man sich in so ein müdes, fantasieloses Etwas (mir geht es so), dessen geistige und körperliche Energiereserven (scheinbar) nur mehr für den Gang zur Couch reichen. Wenn ich dann so ein bescheuertes CandyCrush DingsBums Spiel spiele, dann ist das pure Betäubung und Ablenkungen von meiner offensichtlichen Prokrastination, gleichzeitig denkt man sich ‘Es war ein langer Tag, dieses stumpfe Unproduktive hast du dir verdient’ – ja, man hat sich sicherlich eine Ruhepause verdient nach der Arbeit, aber anstelle sie mit inspirierenden Dingen (wie z.B. Malen oder Podcasts aufnehmen) zu füllen, spielt man Handyspiele. Ich fühle mich da sehr sehr sehr energielos.

    Danke ihr Beiden, bitte weiter so!

    Alex

  2. Hallo mal wieder,
    beim Thema Fernsehen rennt ihr bei mir eine offene Tür ein. Wenn, dann schaue ich sehr gezielt Filme, und hier zu 90% Dokumentationen. Schlafen statt dumpfer Berieselung ist eine sehr gute Idee. Ich persönlich bin ja ein Verteidiger des Mittagsschläfchen, gerne auch über das Powernapping Maß hinaus. Die Folgen werden immer besser, weil immer konkreter bei gutem Wissenschaftlichen Background. Das Bild vom rutschenden Abhang auf dem wir uns alle über Schlamm halten wollen/müssen, ist genial. Persönlicher Zeitgenuss während des Hörens, die Spülmaschine in eine Pause schicken und die Hände in warmes Wasser tauchen. Seit Wochen weiß ich auch wieder, welche Teile ich gereinigt habe. Meistens wundert man sich ja nur wo die Küchenutensilien sind, die man jetzt so dringend braucht, bis einem die Spülmaschine einfällt. Freue mich schon auf heute Abend im Fitnessstudio (kein Laufband, aber Schmunzeln musste ich dann doch), wo ich eine der nächsten Folgen genießen werde.
    Gruß, Marco

    • Hi Marco,
      es ist toll, dass du die einzelnen Folgen kommentierst und diese somit mit deinen Gedanken bereicherst. Vielen Dank dafür!
      Ich fühle mich gerade wie auf einer Zeitreise.
      Ich freue mich darauf mehr von Dir zu lesen!
      Eugenia (und Branko)

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