ZGP033 „Taubert | Apokalypse | Mehr Praktisches“

zeitgenossen033In dieser Folge der Zeitgenossen geht es weiter mit dem Buch „Apokalypse jetzt!“ von Greta Taubert. In kurzweiligen Kapiteln beschreibt die Autorin ihre Vorbereitungen auf den Weltuntergang im praktischen Selbstversuch und wir machen uns wieder unsere eigenen Gedanken dazu.

Außerdem sprechen wir natürlich wieder über unsere Hamsterräder, beantworten Hörerfragen und haben interessante Fundstücke auf Lager.

Diese Folge anhören…

 

ZGP032 „Taubert | Apokalypse | Praktisches“

Weitere Infos zum Buch „Apokalypse jetzt!“ von Greta Taubert findet Ihr in unserer Bibliothek .

Und wie immer: Das Audiofeedback! Ruft die Nummer 05251 7096007 an und hinterlasst Kommentar, Fragen und Anregungen.

4 Gedanken zu „ZGP033 „Taubert | Apokalypse | Mehr Praktisches“

  1. Sooo, liebe Eugenia, lieber Branko!

    Jetzt melde ich mich hier auch mal, jetzt bricht alles aus mir raus… 🙂
    Ich bin über eine Google-Suche “Entschleunigung Blog” ca. Oktober 2015 über Euren Podcast gestolpert und sofort daran hängen geblieben. Seither habe ich mich durch alle Folgen gehört und bin so seit Januar in der Jetztzeit angekommen (ich bin die, die sich auf Facebook über das Erscheinen der neuen Folge so gefreut hat).

    Also, wo fange ich an? Ich finde Euren Podcast super. Er trifft total den Zahn der Zeit (sagt man das so?! 😀 ) und auch mich spricht er eben sehr an. Wie gesagt, ich bin über das Stichwort “Entschleunigung” bei Euch gelandet, weil mir einfach alles zu viel geworden ist. Ich bin auf der Suche nach einem Weg, mein Leben “slow” zu leben. Slow Food ist das eine, aber da gibt es ja noch viel mehr Facetten (Erwähnt sei hier das Werk “Slow Life” von Jean-Carl Honoré http://www.amazon.de/Slow-Life-Kreativit%C3%A4t-Lebensqualit%C3%A4t-Verwirklichung/dp/3570500373). Auf der Suche nach Austausch bin ich im Netz auf einige Minimalismus-Blogs gestoßen. Aber das ist für mich nur ein Rand-Aspekt (viele Minimalismus-Blogger finde ich sogar richtig daneben…. da hat man nur das Gefühl, die sind auf einen Zug aufgesprungen, folgen einem hippen Hype. Auf Leute, die mir vorschreiben, dass ich nur 100 Dinge besitzen darf und die das Thema Konsum eigentlich nur umgekehrt haben – geht ja immer noch nur ständig um Dinge – kann ich voll verzichten. Ich will mein Leben einfacher machen und nicht durch irgendwelche kruden Regeln und Trends wieder verkomplizieren).

    Euer Podcast ist da für mich genau das Richtige. Und er ist derzeit auch (noch) das Einzige, mit dem ich mich diesbezüglich beschäftige. Durch Euch habe ich den Fokus zu dem Thema etwas mehr von mir selbst weg gerichtet (mir ist alles zu viel, ich will weniger tun/ langsamer leben) und mehr zum allgemeinen hin gerichtet (Was bedeutet das ganze eigentlich für unsere Gesellschaft? Wie können wir alle zukünftig noch gut leben, wie muss unsere Wirtschaft aussehen?). Vielen Dank, für die tollen Impulse, die Ihr mir gegeben habt. Ich habe mich mit “Zeitwohlstand” beschäftigt und endlich mal Momo gelesen und geschaut (Toll!!!). Und das Allerbeste, nicht nur aber auch hat der Podcast mich dazu bewogen meine Stunden zu reduzieren. Ich bin nun bei 32 h und habe (meistens) den Montag frei seit Januar. Den freien Tag möchte ich dazu nutzen, mich zunächst um mich um meine Seele und Psyche zu kümmern, denn die haben in meinem nun gerade erst fünfjährigen Berufsleben schon ganz schön gelitten. Und wenn es dort etwas aufwärts geht, bzw. auch schon parallel soll mein Geist und meine Kreativität Raum finden (You’re not in the world to pay bills and then die 😉 ). Bei mir hat ein ganz schönes Umdenken stattgefunden! Ich MUSS nicht arbeiten so viel ich kann und so viel Geld verdienen wie möglich. Ganz im Gegenteil. Das ist weder für mich gut, noch für die Umwelt. Ich kann meine Zeit viel besser verwenden, als damit, Geld zu verdienen, nur um später wieder Zeit aufzuwenden, davon zu konsumieren und so weiter und so fort… Was für ein ekelhafter Teufelskreis, ein elendiges Hamsterrad!

    Und damit komme ich zur aktuellen Sendung: Bitte bitte bitte, hört nicht auf mit Eurem Podcast!
    1. Es ist okay, wenn ihr seltener eine Sendung macht. Wir haben vollstes Verständnis dafür, dass Ihr andere Dinge zu tun habt und dieser Podcast soll nun wirklich nicht das nächste Hamsterrad werden.
    2. Es ist auch völlig okay, wenn Ihr nicht immer Eure allerhöchsten Erwartungen an Euch selbst erfüllen könnt. Echt! Ich konnte keine Minderung der Qualität feststellen und ich habe schließlich alles in einem Rutsch durchgehört.
    3. Der Podcast ist doch Eure und damit unser aller Selbsthilfegruppe!
    4. Es tut so gut und es ist so wichtig, dass Ihr mit Eurem Podcast eine Gegenstimme erhebt zu den ganzen wichtigen Menschen in Politik und Wirtschaft, die uns Arbeitnehmer immer immer weiter antreiben wollen schneller und länger in unserem Hamsterrad zu rennen. Die uns einreden, dass es an uns läge, wenn uns die Zunge aus dem Hals hängt. Wichser! Das stimmt nicht, das ist eine miese Lüge. Wir sind gut, so wie wir sind. Das System wird immer mieser. Es braucht einfach Euch Zeitterroristen, die das wahre Wort (von Rosa, Paech und Co) verbreiten! [Den letzten Absatz bitte FETT drucken]

    Also Branko, du tust mit deinen 20 Stunden schon sehr viel wichtiges und gutes für die Welt, wenn du diesen Podcast machst. Klar, man kann immer mehr tun. Aber eines nach dem anderen, es geht eben nur in kleinen Schritten. Seid gut zu Euch selbst. <3
    Du hast dir ja schonmal wahnsinnig viel Wissen angeeignet. Das kann doch nun alles schön miteinander vermischt zu einer tollen Sache heranreifen und wird, wenn die Zeit die richtige ist, seine Umsetzung finden. Vielleicht macht ihr jetzt weiter mit Transition Town, Urban Gardening, etc. Ich würde mich freuen, wenn Ihr im Podcast davon berichtet (Die Idee von Eugenia mit den Interviews finde ich sehr gut). Und vielleicht vielleicht holt mich das dann auch vom Sofa runter und aufs Feld 😉 Ihr seid eben auch ganz tolle Multiplikatoren!

    So, das war lang, aber es musste raus. Ich hab euch in den letzten Wochen total in mein Herz geschlossen, ihr Süßen und freue mich immer aus euren Hamsterrädern zu hören, wenn es Euch besser geht. Ganz viel Liebe für Euch, ihr seid die Besten (das soll echt nicht schleimig klingen).

    Übrigens, vor den Zeitgenossen hatte ich mit dem Konzept Podcasting nichts am Hut, nun bin ich begeisterter Zuhörer und habe mir extra eine App geholt, wo ich fleißig abonniere. Statt mich ständig vor die Glotze zu hauen, höre ich nun also mit wachsender Begeisterung Podcasts – Gehirnnahrung, statt Gehirnwäsche. Danke auch dafür.
    Mein zweitliebster Podcast sind die Wasserdrachen, das sind einfach perfekte kleine Häppchen für zwischendurch und ich bin erstaunt, wie interessant ich eine Stadt wie Paderborn finden kann, obwohl ich noch nie dort gewesen bin 🙂 Es ist einfach Brankos Leidenschaft für Themen, die es so interessant macht.

    Viele liebe Grüße
    Julia

    PS: Ach ja, Eugenia, was ich noch zur aktuellen Sendung sagen wollte: Ich mag das Lied von K.I.Z. auch total gerne (und habe es neulich am Rande eines Geschäftstermins zitiert und damit für Verwirrung bei den Geschäftsleuten gesorgt 😉 ). Du kannst es unbesorgt gut finden, denn das Gangsta-Rapper-Image von denen ist nicht echt. Die machen sich mit ihren anderen Songs nur über Gangsta-Rapper lustig. Die Ironie darin scheint nicht jeder sofort zu durchdringen.

    • Hallo Julia,
      dann herzlich willkommen in der Gegenwart 😉

      Vielen Dank für die Wegbeschreibung, wie Du zu uns gekommen bist. Es ist schön zu hören, dass wir Dir das Medium Podcast näher gebracht haben.

      Die Dinge durchzählen und hier wieder einen Wettbewerb entstehen zu lassen empfinde ich persönlich auch als kontraproduktiv. Da gebe ich Dir recht.
      Reduktion der Habseligkeiten ist eine persönliche Sache und jeder sollte dies in seinem Tempo machen! Oder eben gar nicht machen.
      Es reicht mir schon zu hören, dass du Deine Stundenanzahl in der Erwerbsarbeit reduziert hast. Sehr schön! Da bin ich gern “schuld” an der Beeinflussung. 😉

      Danke auch für den Hinweis zu K.I.Z., dann bin ich ja beruhigt.

      Herzliche Grüße

      Eugenia (und Branko)

  2. Liebe Zeitgenossen,
    im Jahr 2005 habe ich eine “Apokalypse” erlebt und auch viele andere Menschen aus dem Münsterland werden sich an das Schneechaos erinnern.
    In meinem Wohnort gab es von Freitag bis Montagmorgen keinen Strom und was das bedeutet weiß man erst wenn man es erlebt hat. Es war der größte Stromausfall in Deutschland seit dem zweiten Weltkrieg.

    Zum besseren Verständnis hier zwei Seiten zum Vertiefen:
    https://de.wikipedia.org/wiki/M%C3%BCnsterl%C3%A4nder_Schneechaos
    http://www.schneechaos-muensterland.de

    Ich hatte das Gefühl das die soziale Menschlichkeit schlagartig zurückgekehrt war. Alle technischen Geräte versagten und die Menschen mussten sich mit sich selbst und ihrer Umgebung wieder beschäftigen.
    Wie heize ich?
    Wie koche ich?
    Wie informiere ich mich?
    Wie kann ich mobil sein?
    Wie geht es meinen Nachbarn?

    Wie Julia bin ich auch in der Gegenwart angekommen und freue mich über jede Folge, fühle mit euch und lerne immer etwas dazu.
    Danke
    Macht weiter so.

    Viele Grüße
    Markus

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.