ZGP004 „Rosa | Beschleunigung | Ursachen“

zeitgenossen004Nach den ersten drei Teilen des Buchs „Beschleunigung“ von Hartmut Rosa widmen wir uns heute dem vierten Teil mit dem Titel „Ursachen“.

Zur Einstimmung gibt es aber erstmal wieder Nachlese zu den Rückmeldungen von Euch. Wieder uns hat erstaunlich viel Feedback erreicht, das besprochen sein will.

Um so kürzer fällt dieses Mal die Rubrik „Neues aus dem Hamsterrad“ aus, in der wir erzählen, wie es uns seit der letzten Folge ergangen ist.

Diese Folge anhören…

 

Anschließen steigen wir wieder in unsere Buchbesprechung ein, die sich weiter an der Kapitelstruktur von „Beschleunigung“ orientiert und sich in dieser Folge mit Ursachen sozialer Beschleunigung beschäftigt.

Zum Schluß gibt es noch zwei Fundstücke („Gibt es GUTE Hamsterräder?“ von Eugenia und „Tetris & Management“ von Branko), aus unserem Alltag zum Thema und die Bitte fleißig zu kommentieren und uns weiteres Feedback zu geben.

weitere Links:
Alexandra Tobor und Ihr Podcast “in trockenen Büchern”
Podcast WasGehtApp von Malte Kirchner und Julia Schramm

7 Gedanken zu „ZGP004 „Rosa | Beschleunigung | Ursachen“

  1. Hallo Eugenia und Branko,

    leider musste ich feststellen, dass Euere Kommentarmöglichkeit keine Rechtschreibkorrektur hat. So traue ich mir nicht einen längeren Text zu schreiben, leider. Der Sound ist sehr gut, profimässig. Also Branko, Du hast es an den Ohren, liegt vielleicht auch an der Brisanz des brandgefährlichen Autors mit S. Mir hat Brankos Beschreibungen über Meditation/Rituale sehr zugesagt. Wenn man z.B. durch Meditation offen ist, aber die Umwelt als störend empfindet, dann stimmt etwas nicht mit der Meditatiospaxis. Euere Genervtheitszustände, hören sich wie Egoprobleme an, die hadern mit dem was erforderlich ist und lassen ein Spannungsfeld zwischen Aussen- und Innenwelt entstehen. Also eine Getrenntheit, oder ein Gefühl der Zerissenheit oder der Dissonanz, statt dem Gefühl des Einsseins mit Allem, also Harmonie oder Synchronizität. Also müsstet Ihr an Eurem Ego arbeiten und nicht an den Symptomen.

    Ihr macht Euren Podcast so gerne, weil es das ist was Ihr machen wollt, was Euch angeht, interessiert und das Ergebnis ist super, oder authentisch, echt unverfälscht und nicht gekünztelt. Also Ihr braucht Euch nicht prostituieren und so tun als ob, wie es oft in Berufen so ist und dann wehre es nicht mehr Berufung. Es geht also um Entfremdungsprozesse, nicht mehr selbstbestimmte Arbeit, auch wenn wir freiberuflich arbeiten. Der Freelancer wird zum modernen Sklaven, solange er nicht seine Ängste reitet, wie der Weise den Tiger. Verlorenheit oder Ohnmachtserfahrung, als Weltschmerzerfahrung ist da eine gute Grundlage, auf welcher man ansetzen kann mit der Selbstbefreiung. Die Auseinandersetzung mit dem Sterben und dem Tod, ist die Essens mit der Versöhnung des Lebens. Also es geht um Leben und Tod, weshalb sich Paranoia einstellt, denn unser Kontrollbedüfniss kommt in eine Überforderung.

    Dann kommt das Tetrisspiel ins Spiel, klasse kommentiert und auf den Punkt gebracht, von Branko. Die Strategie gilt aber für ein gutes Leben nicht, denn da geht es ums tanzen im besonderen, zwischen Anspannung und Entspannung, im Rhythmus der Zeit, als unvollendete Kunst des Lebens. Wie der Podcast hier beweist, durch ein vollkommenes Zusammenspiel der Akteure.

    Danke für diesen wundervollen Podcast von Euch, weiter so!

    • Liebe/r Unbekannte/r,

      danke für Deinen ausführlichen und ermutigenden Kommentar.
      Wir hoffen auch weiterhin in son eine wundervolle Feedback-Schleife mit Dir und anderen zu sein.

      Also auch von uns ein herzliches „Weiter so!“ 😀

      Eugenia & Branko

  2. Hallo ihr beiden,
    ich bin nicht sicher, ob ihr Kommentare bei so alten Folgen (ich bin noch nicht weit gekommen aber jetzt schon begeistert) noch lest, daher halte ich es kurz:

    Zum Zinses-Zins einen kleinen ökonomischen Exkurs:

    Der Zins spiegelt lediglich die relative Gegenwartspräferenz der Wirtschaftssubjekte wider, d.h. wie viel Geld Peter bereit ist zu zahlen, damit er seinen Fernseher / Maschine o.ä. schon heute kaufen kann, anstatt morgen. Gleichsam lässt sich Paul nur für diesen Betrag überreden, auf sein Geld einen Tag lang zu verzichten.

    Der Zins ist damit der Preis für die Zeit, aber dass die Zeit (monetär gesehen) einen Preis bzw. Wert hat liegt in der Natur (u.a. des Menschen) begründet, und liegt an den Ursachen, die ihr erarbeitet habt. Es ist also haltlos, den Zins dafür verantwortlich zu machen, er ist nur der Ausdruck für den “Wert der Zeit” innerhalb der ökonomischen Sphäre.

    Dass es Zinseszins geben muss ist die logische Konsequenz aus dem Zins, denn wenn man zuerst 100€ auf dem Konto hat, Zinsen erhält und dann 105€ hat, müssen natürlich 105€ verzinst werden – andernfalls würde der Kontoinhaber sein Geld einfach auf ein neues Konto legen. Wenn man Zinseszins “schlechter” als Zins findet ist das nicht logisch.

    • Hallo Jan,
      wie du siehst lesen wir alle Kommentare 😉
      Zum Thema Geld zeichnen wir Ende Juli eine Folge auf.
      So viel möchte ich aber grad noch anmerken: das wir in unserem System aktuellen System Zinseszins bezahlen ist klar. Frage ist ob wir es wirklich tun sollten.
      Gruß
      Eugenia

    • Hallo Jan,

      ich kann mich Eugenia nur doppelt anschließen:

      1. Lesen & freuen wir uns auch über Kommentare zu älteren Folgen.

      2. Entschuldige, wenn wir in Sachen „Zins & Zinseszins“ ungenau waren. Aber wie schon Eugenia schreibt, zweifeln wir am Zinz-Konzept an und für sich, denn m. E. ist die Exponentialfunktion Zinseszins nicht nur Ursache für dem Wachstumszwang unter dem wir ökonomisch stehen, sondern auch der grundlegende Fehler in der Geldschöpfung.

      Laß uns dazu anhand der nächsten Folge Zeitgenossen weiter diskutieren, die wir am 29.7.2015 veröffentlichen werden.

      Herzliche Grüße,
      Branko

  3. Hallo Branko, Hallo Eugenia,
    Es macht weiterhin einen Riesen Spaß euren Podcast zu hören. Branko: Ich glaube es war in dieser Folge, als du sagtest du könntest dir es als gute Tätigkeit vorstellen “einfach” zu Hause zu bleiben und dich um Haushalt (ggf. Kinder) zu kümmern. Aus Erfahrung von jetzt 7 Monaten Elternzeit mit jetzt 11 Monate altem Baby kann ich dir sagen: Es ist das Größte!

    Haushalt organisieren und dazu ein Baby ist – abgesehen von dem wenigen Schlaf in der Nacht – (nüchtern ausgedrückt) der sinnvollste Prozess, den ich jemals aktiv steuern durfte und darf. Etwas emotionaler ausgedrückt: Bisweilen liegst du auf dem Teppich im Wohnzimmer und heulst vor Glück.

    Da ich derzeit das Hamsterrad auch von aussen betrachte (die Käfigtür steht einen Spalt offen wird sich aber bei Zeiten auch wieder schließen) und ich mich ebenfalls als Minimalist begreife, ist euer Podcast für mich ein echtes Goldstück. Danke für viele nette Stunden und tolle Gedanken.
    Marco

    • Hallo Marco,

      genau so stelle ich mir das vor! 😀
      Ich geb das an die Liebste weiter und sag Bescheid, wenn es ein kleines Zeitgenösschen gibt…

      Herzliche Grüße & Danke für Dein tolles Feedback,
      Branko

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